Unternehmerische Fragen

mit Antworten aus anderen Perspektiven

Vieles von dem, was wir vermuten, ist gar nicht die eigentliche Ursache.

Immer wieder erlebe ich, dass ein Unternehmen, nach einem Webdesigner, Flyer-Bauer oder einem Berater / Coach für XY sucht.
In mindestens 90% der Fälle ist das aber nur das Symptom, das aus der eigenen Perspektive behoben werden soll. Ähnlich wie Kopfschmerz-Tabletten bei Kopfschmerzen.

Was ich nun mache, ist, dass wir erstmal schauen, was der Wunsch HINTER dem Wunsch ist. Und dann welche Lösungswege Sinn ergeben. Was worauf Einfluss nimmt und ob das Getriebe dadurch potentiell besser läuft.
Wenn unbemerkter Sand im Getriebe ist, heißt es erstmal das Getriebe zu reinigen und dann erst die Rädchen zu verbessern oder zu erweitern.

  • Warum entstehen immer wieder Missverständnisse mit Kunden, Mitarbeiterinnen oder Partner/innen?

    Was viele vermuten

    Ich spreche doch schon klar und deutlich, was ich möchte.

    Antwort von Patrick Schröder

    Kommunikation ist solch ein komplexes Thema und gleichzeitig sind die Grundlagen eigentlich recht einfach. Wenn wir verstehen, dass wir alle aufgrund unserer Prägung, Erfahrungen, Ängste, Sorgen, aktuellen Situation, unseres Berufsgenres, usw. auf unsere ganz eigene Weise kommunizieren, dann wird uns einfacher klar, dass wir alle vielleicht dieselbe Landessprache sprechen, aber nicht überall die gleichen Worte benutzen. Geschweige denn dieselben Empfindungen bei den jeweiligen Worten.
    Ich "übersetze" zum Beispiel immer wieder zwischen Vertrieb, Geschäftsführung, Marketing, Programmierer und externem Fotografen. Vollkommen unterschiedliche Welten.

    Mehr dazu

  • Unser Unternehmen immer komplexer. Wie können wir Prozesse, Kommunikation und Zuständigkeiten vereinfachen?

    Antwort von Patrick Schröder

    Wie schon in der Frage steht... es wird immer komplexer. Und damit wäre hier auch eine echte Antwort glatt gelogen. Denn das hängt deutlich von der Dienstleistung, dem Produkt, dem Markt, uvm. ab. Nicht alles, was funktioniert, ist auch gut für das Unternehmen.
    Ein ganz allgemeiner Ansatz ist es, zu schauen, ob die Menschen, die für das Unternehmen arbeiten alle an der richtigen Stelle arbeiten. Manchmal verwehren wir Menschen Funktionen, weil sie dafür "nicht ausgebildet" sind, während wir Leute in Positionen hieven, die sozusagen an der Reihe sind, praktisch aber die notwendigen menschlichen Skills nicht so ideal mitbringen.
    Ein weiterer allgemeiner Ansatz ist zu schauen, ob es nicht sinnvoll ist, Komplexität aus einem System herauszunehmen und es (wieder) zu vereinfachen. Auch das kann ggf. unnötige Komplexität verringern.
    Hier sollten wir uns tatsächlich kennenlernen und schauen, ob ich der Richtige bin und wie ich aktiv weiterhelfen kann. Nach einem ersten Gespräch wirst du einschätzen können, ob ich infrage komme. Und ich natürlich genauso.

    Mehr dazu

  • Wie gewinne ich mehr Bewerber / Mitarbeiter/innen / Fachkräfte?

    Was viele vermuten

    Zeitungsanzeigen, Meldung beim Jobcenter / Arbeitsamt, Job-Portale, Recruiter, Social Media-Werbung

    Antwort von Patrick Schröder

    Und all diese Vermutungen sind natürlich auch nicht falsch. Manche sind sogar "richtig". Die Frage, die sich die Wenigsten stellen, ist jedoch, WARUM die Leute nicht zu meinem Unternehmen finden. Denn so banal es klingen mag und so brutal wie es sich vielleicht anfühlen mag: Bist du ein/e richtig geile/r Arbeitgeber/in, stehen die Bewerber/innen vermutlich Schlange, um bei dir arbeiten zu dürfen.
    Trotzdem gibt es selbstredend zwischen "schlechten Arbeitgebern" und Top-Voraussetzungen noch ganz viel dazwischen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die über die Vermutungen oben hinausgehen. Sie alle haben aber eins gemeinsam: Dinge anders machen, als es alle anderen machen. Dazu braucht es manchmal ein bisschen Mut... unter anderem alte, festgefahrene Vorstellungen und Prozesse loszulassen oder zu verschlanken.
    Und damit meine ich nicht, sich mit Mittelmäßigem zufrieden zu geben. Sondern eher auf andere Stellen zu schauen, um das Fundament zu stärken, auf dem wir Recruiting-Maßnahmen aufbauen.

    Mehr dazu

  • Was kann ich dafür tun, dass gute Mitarbeitende länger bleiben und nicht kündigen?

    Was viele vermuten

    Mehr Gehalt zahlen, Obst auf den Tisch stellen

    Antwort von Patrick Schröder

    Die Frage lässt sich relativ einfach beantworten. Werde zum / zur angenehmsten Arbeitgeber/in, die du dir vorstellen kannst. Statt immer mehr und immer mehr, könnte entspannteres Arbeiten zu mehr Gesundheit, mehr Ruhe, mehr Freude führen... das in Konsequenz, gepaart mit ein paar anderen Maßnahmen, zu lukrativeren und angenehmeren Kunden.
    Herausfinden, was es braucht, damit der Arbeitsplatz noch besser wird. Ich meine damit auch keine tollen Nachmittags-Teambuilding-Events. Das kann sicherlich auch positiv sein. Doch die Frage ist vielmehr, was dauerhaft das Arbeitsklima richtig gut werden lässt. Und da dürfen auch private Themen nicht völlig ausgeklammert werden. Denn wir sind alle nur Menschen. Und egal wie sehr wir Dinge wegdrücken können, so belasten uns Dinge nicht nur außerhalb der Arbeit. Hier hätten AG viele Möglichkeiten die Arbeitsqualität zu drehen, während das aber oft keinen Platz "bei der Arbeit" hat.

    Mehr dazu

  • Wie werde ich als Arbeitgeber/in sichtbarer und attraktiver?

    Was viele vermuten

    Job-Angebot-Button "Wir suchen Mitarbeiter/innen (m/w/d)" auf die Firmen-Fahrzeuge kleben

    Antwort von Patrick Schröder

    Die erste Frage ist natürlich, wen du bereits wo suchst. Schaltest du Standard-Anzeigen an Standard-Orten. Oder zeigst du dich dort, wo die Mitarbeiter/innen sind? Suchst du irgendwen, um eine Stelle schnellstmöglich zu besetzen? Oder suchst du einen möglichst ideal passenden Mitarbeitenden?
    Suchst du Menschen, die bereits auf der Suche sind oder Menschen, die vielleicht grad noch angestellt sind, aber innerlich schon gekündigt haben? Unterschiedliche Ausgangssituationen brauchen auch unterschiedliche Lösungen. Machst du nur Standard, bekommst du höchstwahrscheinlich auch nur Standard.
    Und eine unbequeme Frage, die du dir auch stellen darfst: Bin ich bereits ein/e richtig tolle/r Arbeitgeber/in? Ist der Job hier so "geil", dass niemand freiwillig gehen will? Falls nicht, was braucht es, um diesen Arbeitsplatz möglichst attraktiv zu machen?
    Denn je "geiler" du als Arbeitgeber/in bist, desto mehr finden den Weg fast schon automatisch zu dir. Weil positiv über dich gesprochen wird... sofern Menschen gleichzeitig nciht das Gefühl haben, jederzeit austauschbar zu sein.

    Mehr dazu

  • Wir haben viel zu viele Krankmeldungen und Ausfälle. Was können wir tun?

    Was viele vermuten

    Gesündere Mitarbeiter/innen finden, jüngere Menschen ansprechen

    Antwort von Patrick Schröder

    Direkte Frage: Macht der Job Menschen kaputt? Sind Arbeitsplätze rein auf Zahlen-Effizienz ausgerichtet oder gibt es überall genug Luft, um flexibler zu sein? Wenn Menschen bei der Arbeit weniger "verheizt" werden und das Arbeitsklima angenehm ist, wenn Menschen ihren Job gern machen, entstehen automatisch weniger Ausfälle. Ob psychisch oder körperlich.
    Gibt es Möglichkeiten Arbeitszeiten flexibler zu gestalten? Gibt es strenge Regeln, ohne die es auch funktionieren würde? Wie wird intern die Gesundheit für alle Beteiligten gefördert? Wissen Mitarbeitende im Zweifelsfall auch, dass es das gibt? Dass Dinge möglich wären?
    Ein umfangreicherer Blick von außen, ehrliche Gespräche, ehrliches Hinschauen und offenes Lösungfinden kann hier eine Menge verändern. Vielleicht nicht von heute auf morgen, denn auch Vertrauen muss wachsen. Aber auf längere Sicht ist viel veränderbar, von dem wir jetzt vielleicht noch glauben, dass es Wunschdenken wäre.

    Mehr dazu

  • Wie schaffe ich es, dass Mitarbeiter/innen mehr Verantwortung übernehmen und mitdenken?

    Was viele vermuten

    Mehr Geld zahlen

    Antwort von Patrick Schröder

    Natürlich ist es nie ein einzelner Faktor, der alles verändert. Grundsätzlich ist es erstmal die Frage, was für Verantwortung gebraucht wird und welche Menschentypen sind aktuell angestellt? Mach dir zumindest erst einmal bewusst, dass Menschen, die unternehmerisch denken, potentiell auch eher Unternehmer/innen sind. Es gibt Gründe, warum sich jemand anstellen lässt. Natürlich viele unterschiedliche, aber sich dieser Tatsache einmal bewusst zu werden, ist schon viel wert.
    Zudem gibt es schlichtweg Menschen, die nicht großartig nachdenken möchten, sondern klare Vorgaben brauchen. Menschen, die mit Eventualitäten und Besonderheiten nicht so einfach umgehen können, wie vielleicht du und ich. Wer arbeitet also aktuell für dich?
    Welchen Einfluss hat die gewünschte Verantwortung auf den jeweiligen Job / Tagesablauf? Ist mit "mehr Verantwortung" eigentlich eine andere Position gemeint, oder geht es "nur" darum beim Kunden etwas flexibler zu entscheiden?
    Über welches Arbeitsbudget dürfen Mitarbeitende selbst entscheiden? Oder muss es erst freigegeben werden eine neue Schere oder einen kaputten Hammer zu ersetzen?
    Manches lässt sich einfacher lösen, als du jetzt vielleicht denkst. Anderes ist mehr Herausforderung. Aber trotzdem genauso lösbar. Lass uns einfach mal sprechen.

    Mehr dazu

  • Wie lassen sich Kundenbetreuung, Service und Kommunikation verbessern, ohne mehr Personal einzustellen?

    Was viele vermuten

    Alles muss effizienter laufen

    Antwort von Patrick Schröder

    Die erste Frage ist: Was sind die Dinge, Abläufe und Fragen, die permanent immer und immer dieselben sind? Auf welchem Wege und in welchen Zusammenhängen treten sie auf? Dann schauen wir, wie wir das automatisieren oder vereinfachen können.
    Beispiel: ihr seid ein Handwerks-Unternehmen und es gibt einen technischen Ablauf, nach dem immer wieder gefragt wird oder der erläutert werden muss (bspw. Heizungen, Sanitär oder Waschmaschinen). Dann wäre es eine Möglichkeit ein KI-Chat-System (bitte mit vernünftigem Training!) auf der Webseite zu integrieren und ein Video zu drehen, das genau diese Erklärung inhaltlich und optisch transportiert. Das kann intern, extern und sogar für Werbezwecke genutzt werden.
    Der einmalige Aufwand ist natürlich höher, spart aber sofort Ressourcen und langfristig wertvolle Arbeitszeit.
    Das sind natürlich nur zwei mögliche Optionen. Lösungen gibt es viele. Lass uns sprechen.

    Mehr dazu

  • Woran erkenne ich frühzeitig eine Krise, bevor Umsatz, Kunden oder Mitarbeiter verloren gehen?

    Was viele vermuten

    Es müssen erst Dinge kaputtgehen, bevor sie sichtbar werden.

    Antwort von Patrick Schröder

    Wie ist die Stimmung im Unternehmen? Auch unterschwellig? Liegt etwas "in der Luft"? Gibt es mehr Herausforderungen als sonst? Machen die Leute eher Dienst nach Vorschrift oder sind sie engagiert? Gibt es häufiger Streit oder Missverständnisse untereinander?
    Wer das eigene Unternehmen kennt, spürt Krisen eigentlich recht schnell. Die Frage ist, ob wir das wahrnehmen, um auch ins Handeln zu kommen, oder drücken wir viele kleine Zeichen eher als "normal" oder "legt sich schon" nach hinten, um uns nicht damit beschäftigen zu müssen? Wenn ja, ist das nur allzu menschlich. Aber vielleicht wird es dann Zeit doch einmal auf das eigene Bauchgefühl zu hören, oder ganz allgemein zu schauen, wie man das (Arbeits)Leben aller Beteiligten verbessern kann.

    Mehr dazu

  • Wann ergibt es für uns Sinn eine Recruiting-Agentur zu beauftragen?

    Was viele vermuten

    Um heutzutage neue Mitarbeiter/innen zu gewinnen, kommst du eigentlich gar nicht um eine Recruiting-Agentur herum.

    Antwort von Patrick Schröder

    Eine Recruiting-Agentur macht im Prinzip auch nciht viel anderes als Videos zu drehen, diese zu Anzeigen zu verarbeiten und online zu bewerben. Nur eben etwas gezielter.
    Wichtig ist dabei vor allem zu schauen, wen du wann und wo erreichen möchtest. Menschen ohne Arbeit? Oder Menschen, die innerlich gekündigt haben, aber noch im Job sind?
    Wenn wir Dinge sauber vorbereiten und umsetzen, können wir Recruiting auch ohne "teure" Agentur realisieren.

    Mehr dazu